| Eine Stadt benennt Straßen nach berüchtigten Judengegnern, Veröffentlichungen der Universität glorifizieren sie, und Europas größtes Extremisten Treffen fand vor 28 Jahren hier ein Zuhause. Der Workshop gewährt einen Blick hinter die Kulissen Passaus, wo Hitler als Kind lebte und Wiedergutmachung zur Farce geriet.
Ich habe vor, neben KZ-"Erstattung" und Wiedergutmachung für die Verluste bei
>Ausbildung, Freiheit... bei Juden u.a. auf diese Fälle einzugehen:
>
> Lazar Salzberg, a survivor of various concentration camps, sued for
>symbolic compensation in 1961. He asked the Free State of Bavaria to award I
>DM for his wife who was gassed in Auschwitz in 1943 and 1 DM for each of his
>gassed sons. Both petitions were denied for reasons of state. After all, his
>wife had not been his source of support back then, they said. Not only that,
>he had married again after the war.
>
> A valuable collection of paintings that the Nazis robbed from Jewish
>owners and stored in the Oberhaus [former bishop's fortress] in Passau in
>1945 has still not been returned to the Jewish Community. When the Jewish
>Community inquired in writing in 1948 whether such assets had been preserved
>and where they were, a representative of the city maintained that nothing of
>this kind was available.
>
> The family of the famous Senior Rabbi of Cracow and Warsaw, Dov Ben
>Meisels, are still waiting today for his manuscripts. They were stolen by the
>Nazis and stored in Passau at the end of 1944 as a component of the "Research
>Division for the Jewish Question," along with some 15, 000 other volumes. |
| Anna Rosmus aus Passau, Deutschland, enthüllte als Teenager die verborgene NS-Vergangenheit ihrer Heimatstadt. Auf der Grundlage ihrer Geschichte wurde der Film "Das schreckliche Mädchen" gedreht. Neunzehn Jahre lang hat sie ihr Leben der Aufdeckung von Antisemitismus und der Nazi-Vergangenheit ihrer Heimatstadt gewidmet. Mehrere Auszeichnungen und Preise wurden ihr verliehen, etwa die Auszeichnung der American Society of Journalists and Authors Conscience-in-Media, der Sarnat Preis der Anti-Defamation League, die Totenmaske Tucholskys, der Holocaust Memorial Award der Holocaust Survivors & Friends, sowie der Galinski Preis, die höchste Auszeichnung, die die deutsche jüdische Gemeinde zu vergeben hat. Auch wurde sie in der Sendung "60 Minutes" vorgestellt. Unter anderem publizierte sie: Wintergrün: Verdrängte Morde; Pocking: Ende und Erneuerung; Exodus: Im Schatten der Gnade; Widerstand und Verfolgung: Passau 1933-1939; Robert Klein: Ein deutscher Jude blickt zurück; Was ich denke; Out of Passau. |