Charlotte Kohn
14h30 Workshop 1. September 1999
Die Neugierde muß größer werden als die Angst. Die Aufhebung des selbst auferlegten Opfer- oder Täterstatus mittels bildender Kunst
In diesem Arbeitskreis sollen die gefährlichen Identitätskonstruktionen einer traumatisierten Gesellschaft „sichtbar“ gemacht, Polarisierungen zugunsten kreativer Entfaltung aufgehoben werden. Keine künstlerischen Kenntnisse sind erforderlich, lediglich Papier und Bleistift.
Charlotte Kohn-Ley, geboren in Wien, studierte an der Berufspädagogischen Bundeslehranstalt für Modeentwurf. Danach praxisbezogene Ausbildung für Architekturdesign. Ständige Auseinandersetzung mit der Malerei und der Darstellung des menschlichen Körpers. Regelmäßige Ausstellungen seit 1975. lehrtätigkeit auf dem Sektor der Malerei und Kunstgeschichte seit 1989. Beschäftigung mit Kunsttherapie seit 1989. Ab 1984 auch als Publizistin und Herausgeberin von Anthologien und Sammelbänden tätig. Mitglied des österreichischen P.E.N.-Club. Ausbildung als Fotografin in Fotoatelier Welt, Wien. Gestalterin von Fernsehdokumentationen. Von 1994-1996 Leiterin des Jüdischen Instituts für Erwachsenenbildung in Wien. Arbeitet derzeit als freischaffende Publizistin und bildende Künstlerin.

Publikation .a.: "Ich entschloß mich, mir ein Bild zu machen", In: Die Palette 18. Zeitschrift für Literatur. Themenheft: 50 Jahre danach - Jüdische Autorinnen schreiben. 1993 gemeinsam mit I.Korotin (Hg.): "Der feministische Sündenfall. Antisemitische Vorurteile in der Frauenbewegung", Wien 1994, Picus Verlag. 1996 gemeinsam mit M.Ley (Hg.): "Auschwitz - Versuche einer Annäherung", Verlag für Gesellschaftskritik, Wien. 1998 gemeinsam mit K.Breitenfellner (Hg.): "Menschliche Monster - Zur Konstruktion des Anderen im Rassismus und Antisemitismus", Bodenheim, Syndikat - Frankfurter Buchgesellschaft.