Melissa Gould
14h30 Workshop 1. September 1999
Wiener Blut - family history inspires one artist to process the past
Familiengeschichte inspiriert zur Bearbeitung der Vergangenheit. Die Künstlerin Melissa Gould, Tochter eines Wiener Juden, lebte von 1986-1987 in Berlin. Die kreative Antwort auf dieses „totale Eintauchen“ in die Geschichte war eine Serie von Projekten: poetische Denkmäler, welche sich zumeist mit dem Alltags-Antisemitismus in Deutschland und Österreich vor dem Krieg befassen und den Ausgangspunkt für die Diskussion bilden.
Melissa Gould ist eine in New York lebende Konzeptkünstlerin. Im Brennpunkt ihres Werkes stehen Geschichte und Erinnerung, wobei sie sich besonders häufig mit der Thematik des Holocaust und des Zweiten Weltkriegs sowie des alltäglichen Antisemitismus der Vorkriegszeit auseinandersetzt. Ihre Ausbildung erhielt sie an der Rhode Island School of Design in Providence, R. I. Melissa Gould war mit ihren Arbeiten in zahlreichen Ausstellungen in Europa und in den Vereinigten Staaten vertreten. Im Jahr 1998 erhielt sie eine Artist's Fellowship der New York Foundation for the Arts (NFYA) in der Kategorie "Architecture/Environment Structure (Architektur/Umweltstruktur). Ihre Werke finden sich u. a. im Auschwitz-Birkenau Staatsmuseum und im Museum of Modern Art in New York.