Caspar Einem
11h00 Podium 2. September 1999
Die Übernahme der Verantwortung. Strategien und Reaktionen der ersten und der zweiten Generation
Caspar Einem wurde am 6. Mai 1948 in Salzburg als Sohn des Komponisten Gottfried von Einem und dessen Gattin Lianne (geb. v. Bismarck) geboren. Die Volks- und Mittelschule besuchte er in Wien. Ab 1967 studierte er Rechtswissenschaften an der Universität Wien und promovierte 1971 zum Doktor der Rechte. Dazwischen leistete er den Militärdienst und absolvierte mehrere Praktika an deutschen und französischen Banken, sowie bei IBM. Es folgten Tätigkeiten im Justizdienst (Jugendstrafvollzug und Bewährungshilfe, sowie Organisation und Finanzen), wissenschaftliche Forschungen (Institut für Kriminalsoziologie, Wien), das Gerichtsjahr, sowie Arbeiten als Jurist und ab 1986 als Abteilungsleiter der Wiener Arbeiterkammer (Schwerpunkte: Konsumentenpolitik, Wohnungspolitik, Verkehrspolitik, Stadtplanung, Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik). Daneben war er Betriebsrat und 1986 bis 1988 Obmann der Arbeitnehmervertretung in der Wiener Arbeiterkammer. 1991 wechselte Caspar Einem zum österreichischen Mineralölkonzern OMV, war dort Chef der Abteilung Unternehmensentwicklung und strategisches Controlling, und anschließend leitete er den Geschäftsbereich Gas. Im November 1994 erfolgte seine Berufung in die österreichischen Bundesregierung, und zwar zunächst als Staatssekretär im Bundeskanzleramt und im April 1995 als Bundesminister für Inneres. Seit 28. Jänner 1997 ist Caspar Einem Bundesminister für Wissenschaft und Verkehr mit den Verwaltungsbereichen Universitäten/Hochschulen, Forschung, Wirtschaft und Technologie, Telekommunikation/Post, sowie Transportwesen (Straße, Luftfahrt, Schiffahrt und Bahn). Bundesminister Dr. Einem ist verheiratet und hat einen Sohn. Seine Lieblingsbeschäftigungen sind - sofern Zeit dafür bleibt - Zeichnen, Musik und Schifahren.