Nina Degen
15h30 Workshop 3. September 1999
Sprache und Sprachlosigkeit von jüdischen Emigranten aus Russland
Die früheren und neuen Lebensumstände mit Sprach- und Verhältnisbarrieren der nach Deutschland emigrierten jüdischen Bürger begünstigen die Entwicklung bzw. die Ausprägung psychosomatischer Störungen und schizophrener Erkrankungen. Anhand kasuistischer Beispiele wird diese Aussage untersetzt. Zur Vorbeugung psychosozialer Probleme bei Emigranten werden programatische Schritte dargestellt.
Nina Degen, geb. 1954, Chefärztin der Psychosomatischen Fachklinik Weisses Haus in Bad Soden mit den Behandlungsschwerpunkten: Russische und Jüdische Patienten (Gewaltopfer, Opfer der Shoa, Sucht); Autorin vieler Fachbeiträge, Mitbegründerin des Verbandes Jüdischer Mediziner in Deutschland und des Europäischen Netzwerkes Jüdischer Gesundheits- und Sozialeinrichtungen.

Zahlreiche Publikationen u.a. zum Thema Holocaust: "Konzeption zur Einrichtung einer Jüdischen Abteilung in der Klinik Weisses Haus in Bad Soden", Monographien: "Psychosoziale Probleme der russischen Einwanderer in Deutschland" (1997), "Selbstwertgefühl und Kränkung" ( 1998) , "Mein Werdegang in Deutschland" (1999)